Endbahnhof Mayrhofen

Wenn man den Plan hat für die Forumbahn ein Endbahnhof zu bauen, lag die Entscheidung bei mir natürlich sehr nahe, sich für das Vorbild Mayrhofen im Zillertal zu entscheiden. Während den zahlreichen Urlauben sind bereits einige Bilder entstanden, die ich hier hochgeladen habe. Obwohl es eigentlich ein kleiner Endbahnhof ist, wird das Bauwerk exakt im Maßstab 1:87 stolze 3,1 m lang.

Im Gegensatz zum Bogenmodul Zillerbrücke, welches nur in starker Anlehnung an die Brücke entstanden ist und nicht 100 % mit dem Vorbild überein stimmt (schon die Brücke ist ja nicht die gleiche), soll der Bahnhof Mayrhofen exakt nach dem Vorbild entstehen. Da fängt es natürlich schon bei der Gleisanlage an, die exakt bemaßt werden musste. Dazu stand mir Google Earth zur Verfügung. Mit einem Gleisplan, den mir die Zillertalbahn zur Verfügung gestellt hat, konnten die Gleislängen relativ genau bemaßt werden. Später sollen auch die Gebäude entweder gefräst oder über Lasercut angefertigt werden.

Im Anschluss an den Bahnhof ist der große Bogen mit Radius 4000 mm geplant. Dieser ist jedoch vorerst Nebensache und wird zunächst nicht verwirklicht.

Ein CAD Plan zeigt die abgeschlossene Planung:
Plan mit Bemaßung
Plan ohne Bemaßung

Wie man sieht, befindet sich bereits das Endsegment des Bahnhofs in einem leichten Bogen und endet unter einem Winkel von 3° in Bezug auf die parallel verlaufenden Bahnhofsgleise. Diesen leichten Bogen erkennt man gut auf diesem Bild.

Über die Google Earth Karte habe ich die Module gelegt, so dass man sich bereits das Bahnhofsumfeld auf den Modulen vorstellen kann. Jedoch werden wahrscheinlich außer dem Bahnhofsgebäude und dem Heizhaus keine angrenzenden Gebäude gebaut.

So, die Modulkisten sind fertig. Da habe ich aber schon irgendwie einen Schock bekommen, denn Mayrhofen belegt fast den ganzen Partyraum. Sind eben 4,8 m inkl. Bogenmodule, aber solange der Bahnhof nur auf Papier existiert kann man sich die Ausmaße natürlich nicht vorstellen.

Mit extrem guten Timeing trafen heute gleich drei Lieferungen ein. Die Beinhalter von Heiko Meyer, die Modulzentrierungen von www.gleismodellbauer.de und ein paar Ratschenaufsätze fürs leichtere arbeiten, so dass Mayrhofen auf eigenen Beinen stehen kann :-)

Modulzentrierungen kann ich wirklich nur jedem empfehlen, der einen Bahnhof in Segmentbauweise baut. So sind die Segmente später ganz schnell zusammengesteckt ohne langwieriges justieren.

Allerdings sind die Zentrierungen mit 5,50 € pro Zapfen und Hülse nicht so günstig. Auf den Montageschlüssel für 30 € habe ich aber verzichtet, in meinen Augen ein absoluter Wucherpreis für ein Werkzeug, dass man einmal verwendet und dann für immer irgendwo verstaubt.

Die Buchsen montiert man mit dem 1/4'' Vierkant der Ratsche. Die Stecker werden mit einer 1/4'' Nuss montiert, die umgedreht aufgesetzt wird. In das Sechskant kann ein passender Inbus eingesetzt werden.

Also alles eine Frage der Technik und schon kann man sich Geld sparen.

Wie man sieht ruht der Bahnhof auf 8 Beinen. Das Mittelteil hat vier Beine und kann alleine stehen. Die beiden Außensegmente werden angedockt und haben nur außen Beine. Ich meine man muss es nicht übertreiben und die Außensegmente halten auch so einwandfrei durch je 2 Passbuchsen und 3 Schrauben. Modulbeinhalter und Beine kosten ja auch Geld und später bekommt man es sowieso nicht so gut hin, dass jedes Bein gleichmäßig belastet wird. Also habe ich mich für die Sparvariante entschieden. Beim Zusammenbau gibt es dank der Passbuchsen auch keine Probleme.

Da die Weller Weichen noch nicht angekommen sind, habe ich mich solange dem 4000er Bogen gewidmet. Die Module samt Gleis waren eigentlich recht schnell zusammen gebaut. Fertig geschottert und fahrbereit sieht das ganze so aus:

Leider ist es dem unterfränkischen Augenmaß nicht gelungen einen wirklich harmonischen durchgehenden Bogen entstehen zu lassen. Auf dem Bild sieht es ziemlich krass aus, aber das Ergebnis soll mich jetzt nicht weiter stören.

So könnte es dann ausschauen, wenn der Regionalzug in Mayrhofen einfährt...

Die Elektrik ist in bewährter Weise entstanden und sehr übersichtlich, da natürlich nur die beiden Versorgungsleitungen für die Gleisspannung gelegt werden mussten.

Die Einspeisung der Gleise habe ich diesmal jedoch nach einer Methode vorgenommen, die ich bereits beim Fiddle-Yard angewendet habe: Die Messingschrauben an den Modulenden werden so weit eingedreht, dass sie unter dem Modulkasten hinaus schauen. Dort kann das Zuleitungskabel direkt angelötet werden. Trennstellen habe ich bei einem 60er Modul keine eingesetzt. Temperaturausdehnung wird manchmal ziemlich überbewertet und da die Module immer bei Raumtemperatur gelagert werden gibt es quasi keinerlei Ausdehnungen.

So, meine eigene Forumbahn wird immer größer :-)

Beim Bastel-Treffen im März 2013 habe ich etwas an den Bogenmodulen gewerkelt. Leider sind ja die Weichen von Weller immer noch nicht da, daher habe ich beschlossen den Bogen etwas zu begrünen, da auf die Innenseite sowieso nur Gras kommt. Auf der anderen Seite wird noch etwas Straße vorhanden sein, daher kann ich dort erst mal nichts begrasen.

Da sieht man was bei raus kommt, wenn man zwei der drei Module erst ein paar Stunden später begrast...

Aber nach dem zweiten Durchgang konnte ein zufriedenstellendes Ergebnis erreicht werden und da ja auch noch Bodenflock aufgestreut wird sollten die (Farb-) Übergänge gut kaschiert werden.

Nun habe ich auch eine Transportbox für die Bögen gebaut, auch die anderen Module werden solche Boxen bekommen. Eigentlich sind es ja nur zwei Bretter die seitlich angeschraubt werden, also wirklich was ganz einfaches. Aber es erfüllt voll und ganz seinen Zweck.

So, nach nahezu einem Jahr Wartezeit kamen am 2. November 2013 endlich wie 9 Weller Weichen an! *Freu* Allerdings hat Herr Weller nur das Material geliefert, zusammen gebaut hat sie ein Kollege. Das haben wir aber erst vor gut zwei Monaten so arrangiert. Hätten wir das mal eher getan, wäre Mayrhofen jetzt vielleicht schon längst fahrbereit.

Musste natürlich gleich mal "Probe-Liegen".

Natürlich musste ich mich gleich den kompletten Samstag in Keller begeben und Basteln. Und ich denke das Ergebnis kann sich sehen lassen. Modul 1 von 3 ist fertig:

Ein Blick unter den Tisch. Vorab: die zwei blauen rumfliegenden Leitungen sind fürs Digitalsignal zum Weichendecoder (provisorisch) und die nach unten wegführenden gelb/braunen Leitungen sind für die Stromversorgung des Decoders. Auch nur provisorisch zum testen.

Also, was sieht man da: In der Mitte den ESU Switch Pilot Servo mit Extension mit integrierten Realais für die Weichenpolarisierung und später auch für die Weichenstellungsanzeige am Stellpult. Für die Weichenantriebe kommen handelsübliche Carson Servos zum Einsatz. Nun ja, und mehr ist da auch noch nicht. Alles erst mal Bahnstrom. Irgendwann kommt dann noch Beleuchtung, aber vorher wird Mayrhofen fahrfertig gemacht.

Die Weichen werden später über ein Gleisbildstellpult geschaltet. Es wird aber auch ein Schalter eingebaut, mit dem man die Weichen extern über eine Digitalzentrale schalten kann. Aber vorerst werden die Weichen auf dem Gleisbildstellpult der ECoS verknüpft und darüber geschaltet.

Leider hat sich beim Testen ein großes Problem ergeben: Bei der Überfahrt vom Bogenmodul aufs erste Modul von Mayrhofen entkoppeln sich die Züge, weil die Schienen zur Modulkante eine Bergfahrt machen. Konnte erst nicht verstehen warum, dann habe ich mal die Wasserwagen aufs Brett gehalten. Die sind schief wie nix. Also werde ich das letzte Gleisstück vor der Weiche nochmal abmachen müssen und vom Holz was runter schleifen.

Leider sind die Bretter vom Chemnitzer Holzmann (wo wir letztes Jahr Ausstellung hatten) sehr verzogen. Billig ist leider nicht immer gut. Man denkt vom Namen her "Tropenholz" (oder wie das nochmal hieß) oh wie toll, aber das heimische Pappelholz aus dem Baumarkt ist da um einiges besser.

Bei den Testfahrten hat sich dieses lustige Bild ergeben...

Und hier ein Video der Weichenstellung.

Leider entgleiste der Lupo zunächst an jeder Weiche, aber der Fehler wurde schnell gefunden. Die Weichenzungen lagen nicht satt an den Backenschienen an. So trat beim Abzweig das Problem auf, dass der Spurkranz auf die Weichenzunge auffährt. Aber alles kein Problem, ich habe die Weichenzungen ein wenig gebogen und die Enden spitzer geschliffen. Nun fährt auch der Lupo ohne Probleme über die Weichen.

Mittlerweile sind Gleis 2 und 3 des mittleren Moduls fertig. Die restlichen Gleise sind bereits begonnen und die Weichen dafür auch schon montiert. Es fehlen noch die Antriebe. Die Gleise sind für den Test nur provisorisch angeschlossen, wohl sind aber die Litzen natürlich schon angelötet und hängen bereits vom Modul hinab.

Kleine Doku zum Einbau der Weichen: Zuerst wird die Weiche positioniert und die Löcher für die Kabel sowie der Schlitz für die Stellstange angezeichnet. Die Bereiche werden ausgebohrt.

An die Weiche werden die fünf Kabel angelötet (2 x Weichenzunge, 2 x Backenschiene, 1 x Herzstück). Freundlicherweise hat mein Weichenbauer die Stellen bereits vorab verzinnt.

Und so schaut das mittlere Modul nach Abschluss der heutigen Arbeiten aus:

Ein paar bewegte Bilder...

Eine Woche drauf konnte ich wieder etwas am Bahnhof schaffen. Segment 2 ist nun auch fertig verdrahtet.

Auf Segment 3 fehlen nur noch wenige Gleise, allerdings hängen hier die Kabel noch lose runter.

Die Schaltung der Weichen wird vorerst über das Gleisbildstellpult der ECoS statt finden. Das Weichenstellpult werde ich erst später bauen.

Schaut doch irgendwie nach viel Arbeit aus ;-)

Nein, ganz so schlimm ist es nicht. Das sind alles nur Kabel für Fahrstrom. Rot und schwarz, diese müssen lediglich zusammen gelötet werden. Die Zuleitungen zur Herzstückpolarisierung werden gesondert angeschlossen.

Es werden einfach nur zwei Lochrasterplatinen zurecht geschnitten und aufgeklebt. Das dicke Zuleitungskabel von der Hauptleitung wird als erstes angelötet. Danach folgende einfach alle umherfliegenden Kabel. Recht simpel also. Die beiden violetten Leitungen sind für die Herzstückpolarisierung und werden gesondert behandelt.

Ein technischer Überblick des Segment 2. Man kann es das "Trafo-Modul" nennen. Hier befinden sich die Buchse für die 18 V DC Versorgungsspannung (für Servos und Beleuchtung) und ein langes Kabel mit Stecker für den Anschluss an die ECoS. Über die ECoS können alternativ zum später folgenden Taster-Stellpult die Weichen über das Gleisbildstellpult geschaltet werden. Über einen noch einzubauenden Schalter kann zwischen folgenden Varianten umgeschaltet werden:
1. Weichenschaltung nur über Taster
2. Weichenschaltung über ein externes Digitalsystem
3. Weichenschaltung über das interne Digitalsystem (paralleler Anschluss zum Fahrstrom), im Forumbahn Betrieb natürlich stets abgeschaltet

Abschnitt 1 des mittleren Segments. Die linke Buchse ist für die 18 V DC Weiterleitung zum nächsten Segment, die rechte Buchse ist für die Weiterleitung des Digitalsignals zu den Switch Piloten im Fall von (2) oder (3). Außerdem ist eine RS232 Buchse eingebaut, für die Weiterleitung der Zuleitung zu den zwei Servos sowie die Herzstückpolarisierung.

An der linken Buchse wird das Netzteil eingesteckt, eine Sicherung wird noch folgen. Daneben befindet sich das aufgewickelte Kabel mit dem ECoS Stecker.

Die Buchsen auf der anderen Seite fürs Segment 3.

Nun ein Überbrlick des Segment 1.

Hier befinden sich für das Digitalsignal und die 18 V DC Versorgungsspannung Stecker mit Kabel, so dass diese in das zweite Segment gesteckt werden können.

Segment 1 und 3 tragen jeweils einen ESU Switch Pilot mit angeschlossenem Extension für die Herzstückpolarisierung und später auch Weichensignale.

Die Servos werden mit Stecker und Buchsen angeschlossen. Dies hat den Vorteil, dass bei einem Antriebsdefekt dieser ohne Löten getauscht werden kann. Auch die Switch Pilote sind konsequent mit Steckern ausgestattet.

Eine Woche später - wir schreiben nun den 16. November 2013 - ist der Bahnhof komplett fahrbereit.

Die "Rampe" wurde mittlerweile auch begradigt. War natürlich eine absolut unnötige Arbeit, wenn ich es nur vorher gemerkt hätte... :-(

Die Verkabelung des letzten Segments - mmmh, das sieht doch nach viel Spaß aus :-)

Paar Stunden später:

Auch von Segment 3 die Ansichten der Einzelabschnitte. Hier der Anschluss zum mittleren Modul mit Bahnstrom, Digitalsignal für Servodecoder, 18 V DC Spannungsversorgung und RS232 Schnittstelle für die beiden Servos und Herzstücke.

Auf dem mittleren Abschnitt ist der ESU Servodecoder und Extension befestigt.

Und auf dem letzten Abschnitt ein einsames Servo und zwei Einspeisungen ;-)

Und so schaut das Werk nun aus:

Bei den drei Gleiswechslern sind immer die beiden verbundenen Weichen parallel geschaltet. Hat finanzielle als auch praktische Hintergründe. Ich spare mir einen weiteren Servodecoder und Extension im Wert von über 50 Euro, zum anderen gibt es keinen Grund, dass die Weichen einzeln geschaltet werden müssen. Außerdem kann Flankenfahrt vermieden werden.

Einige Testfahrten habe ich auch schon unternommen, aber jetzt werden die Fahrzeuge erst mal abgestellt und es geht ins Bett...

Mayrhofen hat alle Testfahrten bestanden. Es gab keine einzige Entgleisung. Für die Rollwagentauglichkeit bin ich mit zwei Rollwagen beladen mit einem Roos auf Höchstgeschwindigkeit sämtliche Weichen auf Zug und Druck gefahren. Alles problemlos gelaufen.

Damit es keine ungewollten Abstürze gibt hat Mayrhofen H0 Fine Prellböcke erhalten...

Und die Transportbox ist auch fertig. Ich bin am überlegen ob ich dem Teil Rollen spendieren soll. Muss mir aber noch ein wenig was dazu überlegen hinsichtlich Konstruktion.

Die erste CAD Zeichnung für das EG Mayrhofen ist fertig. Daraus ist ein Papiermodell entstanden.

Mittlerweile wurden 8 Loconet Panels gekauft. Mayrhofen wird die Hälfte davon erhalten.

Beim kleinen Basteltreffen wurden Aussparungen in die Stirnwände gefräst, damit die Panels versenkt werden können.

So schaut das Ergebnis aus. Wie ich finde völlig in Ordnung, daher wurden alle acht Panels auf diese Weise eingebaut.

Die rote Abdeckung wird mit vier Schrauben an der Stirnwand befestigt.

Als Puffer kommen Holzklötzchen zwischen Platine und Stirnwand. Dann kann die Platine fest geschraubt werden.

Für den Lichtstrom habe ich eine 2 A Sicherung eingebaut.

Damit man den schweren Bahnhof nicht permanent schleppen muss, hat das Bauwerk vier Transportrollen erhalten. Die Rollen werden an Messingwinkel geschraubt. Die Winkel werden mit M5 Senkkopfschrauben an der Stirnwand befestigt.

Damit die Schrauben nicht an den Innenseiten über stehen werden die Bohrlöcher angesenkt.

An der Rückseite werden die über stehenden Schrauben abgeflext.

Das macht Spaß :-)

Nun werden die Rollen befestigt.

Auch hier werden die zu langen Schrauben bündig abgeflext.

Fertig :-)

Die ersten Ansätze von Landschaftsbau finden an Segment 1 statt. Die Gleise wurden in bewährter Tradition mit Revell Nr. 83 gealtert. Da die Weller Weichen ein helleres Schwellenrost haben als die Tillig Weichen...

... habe ich dieses mit schwarzer Pulverfarbe gefärbt. Nun sieht man zwischen Weiche und normalem Gleis kaum einen Unterschied.

Nun können die Gleise geschottert werden. Auch hier kann in bewährter Tradition auf ein gutes Produkt zurück gegriffen werden: Phonolit von Minitec.

Wer hat sich Weichen schottern eigentlich ausgedacht? Das ist vielleicht mühsam, bis jedes Korn auch dort sitzt, wo es auch keinen Schaden anrichtet.

Für die weitere Gestaltung wird das Segment mit einem Gitternetz überzogen, das 10 x 10 cm umfasst. Auch der Google Earth Bauplan wird mit einem Gitternetz überzogen, so dass man Straße, Wiese und Bahnhofsgebäude genau platzieren kann.

In Mayrhofen findet sich, wie auch bei vielen anderen Bahnhöfen der Zillertalbahn, ein Schüttbahnsteig vor. Um diesen zu gestalten kommt Quarzsand und Schaufelsplit Rostbraun zum Einsatz. Der rostbraune Schotter dient zum Akzente setzen. Leider werden alle Minitec Produkte nicht mehr produziert und es gibt nur noch Restbestände. Daher heißt es Vorrat anlegen!

So in der Art wird das später mal ausschauen.

Die Straße mit zuerst mit Gips gespachtelt, damit auch die Höhenunterschiede zum Bahnübergang angeebnet werden können.

Dabei kommt es unweigerlich zu Huckeln und Unebenheiten.

Daher musste alles abgeschliffen werden. Hm, eigentlich macht man sowas nicht unbedingt in geschlossenen Räumen.

Ich wusste gar nicht, dass ich graue Haare habe?!

Aber das Ergebnis kann sich schon mal sehen lassen.

Nun geht es am Bahnübergang weiter.

In bewährter Weise wird für das Rillengleis ein Messing 2 x 2 mm T-Profil eingesetzt. Die Kleineisen werden vorher abgefräst, damit es optimal eingesetzt werden kann.

Was sehr wichtig ist: Die Messingprofile müssen separat eingespeist werden. Denn es kann durchaus passieren, dass Fahrzeuge auf die Spurkränze auflaufen und würden dann keinen elektrischen Kontakt zum Gleis haben.

Nach einem erfolgreichen Fahrtest werden die Gleiszwischenräume zugespachtelt. Wenn der Gips getrocknet ist, wird das Ganze plan geschliffen.

Nach einigen Tagen Trockenzeit (der Gips sollte wirklich ganz weiß sein) kann mit einer Schleifmaschine alles sauber abgeschliffen werden. Danach wird der Gips mit Klarlack versiegelt. Dies hat mehrere Gründe: Zum einen werden die Finger nicht mehr weiß wenn man drüber streicht, die eben Fläche bleibt erhalten, die später aufgetragene graue Farbe haftet besser und bei Abkleben für die Straßenmarkierungen löst sich die Straßenfarbe nicht ab.

Eine ganz tolle Lieferung kam heute an: H0fine Weichenstellhebel. Die Teile sind einfach zu genial. Die Hebel sind ein exaktes Abbild des Vorbilds, also funktionieren auch genauso. Der Zusammenbau geht eigentlich recht einfach. Teilweise muss etwas nachgefeilt werden, damit alles leichtgängig bleibt, aber das ist kein großer Aufwand. Sehr löblich: Die Teile kommen in Tütchen vorportioniert und werden in der Reihenfolge zusammen gebaut, in der die Tüten geöffnet werden. Also erst wird alles aus Tüte 1 verbaut, dann aus Tüte 2 usw.

Der erste Bauabschnitt sind die Handfallenschubstange sowie der Handfallenhebel.

Danach wird die Stellscheibe zusammen gebaut. Dabei ist das große Loch teilweise nicht ganz entgratet oder exakt rund gefräst. Hierbei einfach mit einem kleineren Bohrer (etwa 2 mm) den Rand entlang fahren, bis die Messingbuchse eingesteckt werden kann. Sie sollte aber trotzdem stramm sitzen.

Danach kann der Hebel zusammen gebaut werden. Die Feder wird gespannt und es kann überprüft werden, ob die Mechanik leicht gängig ist. Bei mir hat es schon geholfen die Schrauben etwas zu lösen.

Schließlich wird der Ständer zusammengebaut sowie der Schalter eingesetzt.

Und fertig ist das gute Stück. Genial!

Hier ein Größenvergleich zum Modul. Der Hebel ist zwar klein, aber dennoch ausreichend groß, um ihn bewegen zu können. Ich glaube das wird viel Spaß machen.

Und nach einem weiteren Basteltag auf der Terrasse sind auch die restlichen Hebel zusammen gebaut.

Nun brauchen die Hebel natürlich auch ein kleines Stellpult. Auf der rechten Seite neben den Hebeln ist noch etwas Platz. Dort werden später ein paar Schalter und Taster für weitere Funktionen eingebaut.

Jetzt müssen natürlich die ESU Decoder mit dem Stellpult verbunden werden. Das Stellpult wird später zentral am mittleren Segment angeschraubt. Daher werden die Schalteingänge beider Decoder auf den äußeren Segmenten über ein 9 poliges Datenkabel mit dem mittleren Segment verbunden.

Auf dem mittleren Segment befinden sich links und rechts je eine Buchse, in welche die Kabel von beiden Seiten eingesteckt werden.

Das eigentlich Spaßige kommt jetzt: Das Verlöten der 25 Litzen vom Datenkabel für die Verbindung zum Stellpult. Die Litzen werden dabei auf eine Platine gelötet.

Nun kommen von beiden Seiten die Datenkabel der Servo Decoder hinzu. Noch befindet sich nur auf einer Seite das Datenkabel, später kommt "von unten" auch noch eine Zuleitung, damit man von beiden Seiten das Stellpult anschließen kann. Das ganze wird so verkabelt, dass der rechte Hebel immer auch die rechte Weiche steuert. Trotzdem wird natürlich auch noch ein auswechselbarer Gleisplan mit Weichennummern ergänzt.

Am Stellpult werden die Litzen mit den Schaltern der Weichenstellhebel verlötet. Noch sind nicht alle Leitungen belegt, damit später weitere Funktionen ergänzt werden können. Die Verdrahtung ist vorerst fliegend und unordentlich ausgeführt.

Wie man sieht, wird das Stellpult über das Kabel mit dem Segment verbunden.

Bereits vor einigen Wochen habe ich einen Kippschalter ergänzt. Mit diesem ist es möglich die ESU Decoder zum Weichen stellen auch über eine Digitalzentrale zu steuern. Dabei kann zwischen einer externen, internen (also selbe Zentrale wie Fahrstrom) und gar keiner Zentrale ausgewählt werden. Der Schalter wird vermutlich in 99 % der Fälle auf "aus" stehen und das Weichen stellen geschieht über die dafür vorgesehenen Weichenstellhebel.

Zur Verstärkung der Modulkästen habe ich seitlich im Bereich der Spanten und Endteile überall zusätzliche Schrauben eingefügt. Sie werden später verspachtelt und geschliffen.

Damit das Modul mal etwas ansehnlicher wird und nicht nur mit Holz glänzt, wurde schon mal die ganze Straße in grau gestrichen. Sicherlich wird sich hier und da noch was ändern, aber am Grundverlauf der Straße kann ich somit schon mal weiter arbeiten.

Der Bahnübergang ist auch bepinselt und muss nach dem Trocknen nur wieder frei gerubbelt werden.

Die Weichen habe ich schon mal mit Pulverfarben gealtert. Da ich noch auf den Sand von Minitec warte (in der Hoffnung er kommt noch), mache ich vorerst damit aber nicht weiter, bis die Gleiszwischenräume damit ausgefüllt sind.

Auf der anderen Seite des Bahnhofs habe ich die Schwellenroste der Weller Weichen ebenfalls mit schwarzer Pulverfarbe bepinselt, damit die Farbgebung eins mit den Tillig Schwellen wird. Vor dem Schottern kommt noch die "Fleißaufgabe" alle Schienenseiten mit Rostfarbe anzumalen...

Am Stellpult wurden die Schlossschrauben eingesetzt.

Die Weichenstellhebel haben kleinere Schrauben erhalten, damit sind sie jetzt auch befestigt.

An drei Wochenenden im April war unsere Forumbahn zu einem Basteltreffen bei den Eisenbahnfreunden Bietigheim-Bissingen e.V. eingeladen. Folgende Arbeiten konnte ich an einem Wochenende erledigen:

Damit Mayrhofen so langsam schön ausschaut, wird eine kleine Ecke begrast.

Noch daheim wurde der Asphalt auf den Bogenmodulen mit Gips vorbereitet und darauf graue Farbe gestrichen. Daher konnte ich in Bietigheim mit den Straßenmarkierungen fortfahren. Damit man sofort erkennt "es muss sich um eine Straße handeln" hat mir Michael seinen gelben Zillertalbahn Citaro geliehen.

Am nächsten Tag sieht man bereits einen Fortschritt. Ne, ich war nicht besoffen, da kommt ein Kreisel hin.

Damit Erde und Gras am Ende nicht höher als die Fahrbahnoberfläche liegen, wird eine Rille gefräst und der Gips daneben weggefräst. Dies ist eine etwas staubige Angelegenheit.

Nach der ersten Begrasungseinheit schaut der Bogen vor Mayrhofen so aus:

Hier fehlt noch eine Parkbucht aus Schotter, die folgt in zwei Wochen.

Zwei Wochen später findet das nächste Basteltreffen statt. Am Freitag habe ich ein paar Gleise gerostet.

Samstag früh wurde erst mal begrast.

Mayrhofen bekommt seinen Relief-Kreisel. Der Grill schien mir geeignet, was sich als Fehler heraus stellte. Eine Kuhglocke erwies sich im Nachhinein vom Radius her perfekt. Meine Methoden ernteten reichlich Gelächter...

Dann wird mal wieder begrünt.

Der Kreisel hat Faller Bordsteinkanten erhalten, außerdem wurde die Innenfläche geerdet.

Das Ergebnis der zwei Wochenenden kann sich sehen lassen. Die drei Bogensegmente sind fast fertig. Hier fehlen nur noch zwischendurch ein paar kleine Büsche vielleicht Blümchen und Abzweiginseln vor dem Kreisel. Zudem wird mir ein Teil der Innenfläche des Kreisels noch ein Kollege ritzen.

Neben der Einfahrtsweiche ist es schon etwas buschig.

Der kleine Parkplatz ist auch fertig.

Und der Kreisel ist begrast (aber noch nicht abgesaugt). Er schaut im Original wirklich aus wie gemalt.

Mir wurden freundlicherweise 2 mm Styrodor als Füllmaterial für den Gleisbereich zur Verfügung gestellt. Da die Zwischenräume verfüllt werden, wäre es sonst Materialverschwendung hier alles mit Schotter zu füllen.

Sieht ja schon fast aus wie das Original...

Zu Hause angekommen habe ich noch das zweite Datenkabel für das Stellpult auf der anderen Seite montiert. Herauszufinden, wo welche Leitung angeschlossen werden muss, war ziemlich kompliziert, aber ich habe es hin bekommen - zugegeben noch nicht getestet, ob es funktioniert...

Außerdem wurden zwei Schalter zum Einschalten für Beleuchtungen und ein Kippschalter für das später folgende Lokschuppentor eingebaut.

Ein "mobiler" Gleisplan zeigt an, welche Weiche welche Nummer hat. Es gibt zwei Pläne (für jede Seite einen), die je nach Seite, an welche das Stellpult angeschlossen wird, eingeschoben werden können.

Damit das Stellpult beim Transport geschützt ist, wurde eine Transportkiste gebaut.

Die Kiste ist deswegen so groß, weil hier auch das Endmodul vor dem Fiddle-Yard platz findet, dass mir übergeben worden ist.

Spontan kam mir die Idee einen USB Anschluss am Stellpult zum Laden des Smartphones einzubauen. Nach meiner Recherche funktioniert das nicht mit Apple, die sich mal wieder nicht an den üblichen Standard halten und irgendein eigenes Süppchen kochen. Da müsste an der Datenleitung irgendwas um die 2 V anliegen, aber das ist auch nicht verbindlich. Von daher ist mir das zu blöd, weil ein Hersteller irgendwas spezielles kreieren muss. Also alle die Apple haben: Kauft euch einfach was gescheites.

Wie man sieht funzt es 1A.

Nun kommt das große Aber, was ich mir schon gedacht habe: Weil der Strom so hoch ist kocht mit der Spannungsregler ab, der für die Reduzierung von 12 V auf 5 V notwendig ist. Die Verlustleistung liegt im Watt Bereich, zu viel für den Kleinen. Also muss eine andere Reglerlösung her.

Ich habe dann einen Tipp zu einer ebay Auktion bekommen. Dort gibt es 10 DCDC Wandler für 12 €, die mit einem recht hohen Wirkunsgrad die Spannung reduzieren. Das bedeutet kaum Abwärme. Der Regler wird mit einem Poti ausgeliefert, damit die Spannung eingestellt werden kann. Nach Ausmessen der 5 V habe ich das Poti ausgelötet, die Widerstandswerte gemessen und Festwiderstände eingebaut. Die Gefahr wäre natürlich zu groß, dass sich das Poti beim Auf- und Abbau verstellt und dann auf einmal am USB Port mehr als 5 V anliegen. Die Platine habe ich mit Distanzhülsen festgeschraubt.

Wie man sieht, es tut und der DCDC Wandler wird gerade mal handwarm.

Habe mich heute mal etwas den Weichen gewidmet. Die Zillertalbahn setzt ausrangierte DB Weichenantriebe ein, daher kann man sich ohne Probleme bei Weinert bedienen, um die Antriebe nachzubilden.

Zunächst muss erst mal wieder der Schotter weg. Ich liebe es, wenn man sich doppelte Arbeit macht...

Die Dekoration schaut dann so aus: Eine Weinert Weichenantriebsattrappe Nr. 7231 sowie das Weinert Riffelblech Nr. 9336.

Die Teile werden dann an die Weiche geklebt.

Hier sieht man die Weichenantriebe im Original:

Für die eine ortsgestellte Weiche mit Handschalthebel passt der Veit Sachsen Weichenstellhebel recht gut. Es gibt zwar doch einige Abweichungen, speziell fehlt die Weichenlaterne (die man vielleicht noch mit Weinert realisieren kann), aber schon mal besser als nichts.

Hier das Vorbild:

Hierbei muss zunächst der eine Zwischensteg zwischen den Schwellen entfernt werden.

Die Schwellen werden mit H0 Schwellen verlängert (und man sieht hoffentlich später nach dem Altern den Unterschied nicht mehr).

Dann wird der Weichenstellhebel montiert.

Die beiden Antriebe an den Einfahrweichen sind gealtert.

Die Antriebe im hinteren Bahnhofsbereich sind etwas einfacher zu gestalten, da diese einfach nur mit einem Riffelblech abgedeckt sind, wie man sieht.

Und so schaut das im Modell aus:

Als nächstes habe ich mich an die Bearbeitung des Höhenprofils gewagt. Wie man sieht gewinnt die Straße gegen Bahnhofsende immer mehr an Höhe. Auch südlich des Bahnhofs verläuft ein Hang, das Heizhaus ist ebenfalls von einem Hang eingeschlossen.

Zunächst wurde die Platte wieder in 1 dm² Schachbrettfelder eingeteilt, damit ich ermitteln kann, wo Styrodor verlegt werden muss.

Die Platte wird zugeschnitten und mit Heißkleber aufgeklebt. Am Ende ist diese 40 mm hoch, nach meinem Augenmaß stimmt das mit dem Vorbild gut überein.

Kleine Bearbeitungen habe ich schon mal vorgenommen. Größte Herausforderung wird nun das Höhenprofil der Straße, da diese zum Bahnhof hin immer tiefer liegen muss.

Die "H0fine Behelfsprellböcke" konnten wieder entfernt werden, da ich es bezweifle, dass jemals ein Fahrzeug die Styrodorpiste durchstoßen wird.

Nach dem Altern mit Pulverfarbe schauen die angestückelten Schwellen gar nicht so schlecht aus. Wenn später noch Schotter drauf kommt, fällt der Unterschied bestimmt nicht mehr auf.

Aus dem Styrodor habe ich das Profil rausgeschnitten - macht ordentlich Dreck das Zeugs...

Danach wurde fleißig gegipst. Ja, ich weiß. Gips ist schwer, aber das ist der Bahnhof ohnehin. Und Gips kann ich einfach gut bearbeiten, daher habe ich mich für eine Gipsauflage entschieden.

Es wird wieder ziemlich staubig, das alles plan zu schleifen, aber dazu werde ich dieses mal raus gehen.

Die Enden wurden mit Holzleisten verstärkt, damit der Gips dort nicht ausbricht.

Zuletzt habe ich noch alle Gleise auf dem dritten Segment eingerostet.

Ich habe mir mal wieder einen hochwertigen H0fine Gebäudebausatz zukommen lassen ;-)

Es geht weiter mit Gips... Die große Straßenfläche, eigentlich ist das alles Ladestraße, wurde mit Gips verfüllt. Vor den Gleisen sorgt eine Sperrholzleiste für die Trennung zum Gleis. Dort ist auch beim Vorbild eine Trennkante, die Ladestraße endet vor dem Gleis, der Rest ist mit Schotter verfüllt.

Nach dem Trocknen des Gips kann die Leiste wieder entfernt werden.

Hier die Vorbildsituation:

Schließlich wurde noch das letzte Stück bis zum Segmentende mit Styrodor...

... und Gips verfüllt.

Dann stand Schleifen auf dem Programm. Wenn man das Draußen erledigt macht es sogar viel Spaß, weil man Dreck machen kann ohne großartig sauber zu machen.

In Mayrhofen wintert es sehr ;-)

Nach der Schleifbehandlung, dem Absaugen und Reinigen der Gleise wird die Gipslandschaft mit Tiefengrund eingelassen. Dieser versiegelt den Gips, so dass es erstens nicht mehr staubt, zweitens bekommt man beim drüber streichen keine weißen Finger und drittens (und am wichtigsten) haftet die Farbe viel besser.

Das schaut dann so aus:

Nachdem das Segment wieder im Keller aufgebaut ist, werden die Seiten erneut grau gestrichen. Ich weiß gar nicht, der wievielte Anstrich das schon ist.

Bin schon ein wenig glücklich, dass die Straße so gut gelungen ist. Schaut wirklich sehr eben und gleichmäßig aus.

Danach folgt erst mal, überall wo Asphalt kommt, eine Lackschicht. Sie soll das ganze zusätzlich versiegeln, damit es später zu keinen Farbabplatzern kommt, wenn die Straßenmarkierungen aufgetragen werden bzw. mit Klebeband abgeklebt wird. Auf diese Lackschickt folgt anschließend der richtige Straßenbelag mit Abtönfarbe.

Die Straße und auch die Ladestraße sind mit der richtigen Farbe bepinselt. Danach konnte ich schon etwas erden. Hierbei musste mal wieder frische Erde gesiebt werden, denn der Topf war bald leer. Die neue Erde ist jetzt viel heller, aber das ist ja egal.

Wie man sieht ist das Gleis bis zum Heizhaus auch geschottert.

Auf der einen Straßenseite befindet sich ein Gehsteig. Dort wurde schon mal mit den Faller Bordsteinkanten eine Abgrenzung geschaffen.

Danach wird recht dünnflüssiger Gips gegossen und mit einem scharfen Messer einfach abgeschabt. Ging ganz gut.

Schaut dann so aus:

Leider der obligatorische Unfall am Ende. Daher habe ich dort Polystyrol eingepflanzt und nochmal gespachtelt. Jetzt passt auch das.

Tja und dann ging es mal richtig los. Begraser und Mininatur Fasern raus. Ach, das hat wieder richtig Spaß gemacht.

Außerdem hat die Straße den Mittelstreifen bekommen. War sehr einfach, weil es einfache eine durchzogene Linie ist. Und der Gehsteig hat auch die passende Farbe erhalten.

Im Bereich der Gleise wurde fleißig geschottert und gesandet. Ich mache das immer Abschnittsweise mal hier was und mal dort was. Viel Wert lege ich auf Vorbildlichkeit. So sollen zum einen die Farbtöne passen und zum anderen auch die Korngröße. Also wo Gleisschotter liegt kommt auch im Modell Gleisschotter hin. Wo mit feinem Kies geschüttet ist, da kommt eben feiner Sand hin. Schließlich soll es ein Abbild des Vorbilds sein und kein Phantasiebahnhof.

Da ich gerade erst alles fest gekleistert habe, ist der Schotter noch feucht und weißlich.

Sooooo. Fast fertig geschottert (fehlt nur noch der Teil vor dem Heizhaus) nochmal Büschel begrast, paar Autos, ein Bäumle - was das doch alles ausmacht. Nun schaut das dritte Segment so aus. Hätte gar nicht gedacht dass ich in paar Tagen so weit komme. Der Schotter ist noch feucht, daher sieht die Farbe noch etwas komisch aus. Und abgesaugt ist auch noch nicht.

Die kleine Ecke ist geerdet.

Dann habe ich mich am ersten der drei Prellböcke versucht. Das Material ist schnell beschafft: Wie das Vorbild aus alten Schienenprofilen. Die muss man in kleine Fizzel-Stücke schneiden und dann verlöten. Naja, die ZB hätte es einem auch einfacher machen können. Das ganze natürlich 6 x für drei Stück...

Sieht aber schon mal ganz gut aus.

Danach folgt Revell Farbe.

Die Holzbohlen werden aus 4 mm Sperrholz gesägt und geschliffen.

Schließlich kann das Werk zusammen geklebt und mit Pulverfarbe gealtert werden.

Ein Vergleich.

Vorbild:

Modell:

Vielleicht etwas zu stark gealtert. Das Vorbild schaut gar nicht so verrottet aus. Die Zielscheibe (sieht doch irgendwie danach aus) wird auch noch folgen.

An anderer Stelle ging es auch noch weiter. Zum einen wurde die Ladestraße mit Pulverfarbe koloriert und der gelbe Begrenzungsstreifen aufgetragen. Ich habe mich für einen Buntstift entschieden, da der Streifen ohnehin schon sehr verblast ist. Was noch fehlt sind die diagonalen Striche die alle paar Meter auftauchen. Allerdings habe ich da noch keine gute Methode gefunden. Da muss erst mal eine gescheite Schablone her, so gefühlsmäßig schaut das aus wie Kraut und Rüben.

Hinten befindet sich ein Schotterhaufen, außerdem ist der Sprinter schon mal fest angeklebt und ebenfalls gealtert.

Ein PKW hat auch schon geparkt, dazu ein Mülleimer (die restlichen Container muss ich erst bestellen), dazu der (noch unpassende) Fahrradständer.

Vor dem Heizhaus habe ich mit schwarzer Pulverfarbe gesaut. Es schaut dort wirklich so dreckig aus.

Arch scheee ;-)

Ein aktueller Bauzustand des dritten Segments...

Heute kam mal wieder eine Lieferung an. Zum einen die ersten drei Straßenleuchten.

Eine wandert sofort aufs dritte Segment. Wie man auch sieht, ist das kleine Eck begrast. Dort fehlt jetzt noch ein dichtes Buschwerk sowie ein Zaun.

Abgesehen vom Heizhaus ist alles fertig geschottert und ein Fahrtest ist ebenfalls unternommen worden. Alles funktioniert wieder. Nun fehlt nur noch ein Hauch Pulverfarbe.

Zwei der drei Prellböcke sind bereits verbaut. Beim anderen musste ich die Holzbohlen stärker altern, das Vorbild wollte es so... Der dritte Prellbock ist bereits in der Mache, allerdings fehlt ja hier noch das besondere Bauwerk, was ich noch schnitzen muss. Den ersten Prellbock habe ich nochmal "entaltert", damit er nicht so verrottet ausschaut.

Ich habe bereits begonnen das zweite Semgent zu schottern, einfach der Optik wegen. Da hier keine so umfangreichen Gipsarbeiten anstehen, kann das Gleis dann einfach abgedeckt werden, wenn später gegipst und geschliffen wird. Ansonsten ist es sehr ratsam, vor Schleifarbeiten keine Schotteraktionen durchzuführen.

Dann der Clou... Per Zufall entdeckte ich, dass Vollmer (Gott möge sie seelig haben) den Kohlebunker Mayrhofen in der Produktpalette hat.

Ohne nachzudenken gebaut, wird ja alles stimmen wenn es das Modell des Vorbilds ist. Ich dachte ich fall vom Stuhl - Gott sei Dank stand ich... Das Teil ist absolut zu groß! Ich habe keine Ahnung welcher Pfuscher das konstruiert hat, es hat jedenfalls von der Größe nichts mit dem Vorbild zu tun. Nicht dass es unmöglich wäre den Bunker zu verkleinern (jedenfalls ist das einfacher als größer machen), aber es hält ja unnötig auf.

Hier sieht man mal, wie schmal das Vorbild eigentlich ist. Ansonsten ist das Vorbild aber gut getroffen, abgesehen davon dass die Maserung der Tür falsch ist. Das kleine Anbauhäusle kann man sich selber bauen.

Also stand eine Verkleinerungsorgie auf dem Programm. Erst mal markiert was weg muss. Das hat sich im Laufe weniger Minuten ständig geändert, bis ich der Meinung war, so könnte es passen.

Ritsch, ratsch...

Die abgesägten Stelzen kamen auch wieder dran.

Für das Dach habe ich mich bei Auhagen bedient. Denn das von Vollmer ging auch gar nicht.

So schaut das fürs erste aus. Ich bin der Meinung das ganze ist noch zu hoch. Problem ist aber, ich kann es nicht einfach tiefer machen, da kommt dann die Schiebetür. Also müsste ich unten absägen und das wird dann irgendwann so kompliziert, das geht bei dem fertig geklebten Schuppen nicht mehr. Eigentlich müsste ich mir das Haus nochmal neu kaufen, aber das bleibt jetzt erst mal so.

Den Steg habe ich auch gekürzt, erschien mir ebenfalls zu lang.

Vorne kam noch eine Holzleiste drauf, die liegt dort auch rum.

Ringsrum dann nochmal Holzleisten als Sichtschutz.

Und zum Schluss die Trennkanten mit Revell Plasto verspachteln.

Für die Kohle habe ich mich an meinen Gleisschotter Vorräten bedient. Da habe ich mal so dermaßen groben Basalt gekauft, der geht vielleicht für 0 aber nicht H0. Für Kohle dürfte der aber taugen. Später kommt Pulverfarbe drüber und gut ist. Die Kohle von Vollmer, die dem Bausatz bei lag, hätte man vielleicht für Spur 1 nehmen können. Solche Pfuscher, kein Wunder dass der Laden dicht ist.

Wie man sieht, irgendwie noch recht hoch das ganze. Ich werde die Stelzen auch noch etwas absägen. Macht nicht viel aus, aber zumindest etwas.

Beim Schottern gibt es dagegen positivere Fortschritte zu verzeichnen. Die Zwischenräume sind soweit alle fertig. Lediglich hinten an der einen Weiche fehlt noch etwas, da muss aber erst der Bohlenübergang rein.

Ein Detailfoto...

Und? Schaut das nicht gut aus? Ja, das schaut nicht gut aus. Aber es ist ja auch noch nicht fertig ;-)

So ein Mist, jetzt habe ich den schönen glänzenden Kohlebunker ganz dreckig gemacht :-)

Um das Dach wurden noch Holzbretter geklebt. Mit kleinen Holzleisten werde ich noch die Dachkonstruktion nachbilden müssen. Anschließend noch etwas die Pfeiler altern, danach kann die Hütte fest eingebaut werden.

An den Gleisen habe ich auch etwas Pulverfarbe verteilt. Aber nicht viel, nur ein Hauch. So dreckig ist es dort nicht.

Für die Gleisfeldbeleuchtung erschien mir die Busch Wandleuchte AEG Koffer 70 (Nr. 4196) als passend. Davon kommen 6 Stück zum Einsatz.

Die Halterung für die Wandmontage muss abmontiert werden. Wenn abziehen nicht geht, muss man mit dem Dremel ran.

Dann wird ein Messing-Rohr (Außendurchmesser 1.5 mm, Innendurchmesser 1.1 mm) auf 95 mm abgeschnitten und die Lampe eingesetzt.

Gut schaut's aus.

Gleich neben dem Kohlebunker steht eine Doppelleuchte. Hier muss man sich etwas behelfen und die zwei Lampen miteinander verlöten.

Anschließend werden die ersten drei Maste grau angemalt.

Fertig eingebaut neben dem Kohlebunker.

Der Hang auf der anderen Seite ist bis zum Heizhaus auch fertig begrast, damit ich dort die nächste Lampe setzen konnte.

Ebenfalls heute kamen zwei weitere Mülltonnen an. Die restlichen fehlen noch, hier muss ich noch das zum Vorbild passende Modell suchen. Diese beiden sind von Faller (Nr. 180914 blau und Nr. 180913 gelb). Da aber nicht die komplette Tonne gelb bzw. blau ist sondern nur der Deckel, wird der Rest mit Revell Farbe grün angestrichen. Es fehlen jetzt noch die Räder (die ich noch schwarz anmalen muss) sowie die Alterung.

Das Vorbild hat es einem mal wieder nicht einfach gemacht und es befindet sich ein Holzbohlenübergang genau in der Weiche zwischen den Radlenkern. Die Holzbohle sitzt wirklich wie Arsch auf Eimer an den Radlenkern dran. Das ist mir mal überhaupt nicht gelungen. Muss ich wohl oder übel nochmal besser machen.

Weiter geht es mit einer "Spezialattraktion". Es handelt sich um eine Seilzuganlage mit der Wagen gezogen werden können. Um ehrlich zu sein erschließt sich mir in keiner Weise, wozu das Ding da steht, weil die Wagen auch mit der Lok verschoben werden können. Aber vielleicht rührt das von ganz früher, wo es noch nicht so viele Triebfahrzeuge gab und der Güterverkehr für die Tauernkraftwerke stärker frequentiert gewesen ist. So konnte man mal eben die Wagen verschieben.

Lange Rede, kurzer Sinn. Das Ding muss natürlich auch gebaut werden und wird später voll funktionsfähig sein. Dazu kommen zwei Taster an die Seite, mit der die Seilrolle aktiviert werden kann.

Der Bau ist mittel aufwendig für die kleine Hütte und da ist zum jetzigen Stand noch nicht mal die Hälfte fertig. Eigentlich nur die Grundkonstruktion und am Dach fehlen noch die Balken. Basis ist erstmal ein bisschen Holz. Zwar habe ich anschließend eine kleinere Version gebaut, weil Version 1 von der Höhe deutlich über das Ziel hinaus geschossen ist, aber vom Prinzip her identisch zu diesem Bild.

Am Prellbock wurde beim Bau schon die Aussparung für die Seilführung bedacht. Anschließend folgt ein dünnes Messingblech für den Boden und ein Stückchen Messingdraht für die Rolle.

Auf die bemalte Holzkonstruktion werden wieder verlötete Schienenprofile geklebt. Scheinbar ist das bei der Zillertalbahn ein beliebtes Baumittel Ringsrum folgen Holzbohlen.

So viel fürs Erste. Bis es mal so ausschaut wie das Vorbild fehlt zwar noch ein bisschen Arbeit, aber es wird.

Ein Vergleich zwischen Vorbild...

... und Modell.

Die Holzbretter der Dachkonstruktion werden eingesetzt, so dass die Grundkonstruktion fürs erste fertig ist.

Die Betonstufen sind auch gesetzt.

Schließlich habe ich die Zielscheibe am Nachbar Prellbock platziert. Bin mal gespannt wie gut unsere Lokführer zielen können ;-)

Anschließend folgte etwas Gips für den Hang. Der fängt wirklich gleich hinter den Prellböcken an. Daher musste ich zunächst die Prellböcke fertig stellen, sonst kann ich nicht begrünen.

Zwischenzeitlich sind die Mülltonnen fertig.

Heute kamen noch Kanaldeckel von modellbahn-exklusiv/ an. Werten das ganze auch noch ein wenig auf.

Vom selben Laden kamen auch noch Laubbäume an. Natürlich kommt da nicht nur ein Baum hin.

Nach der ersten Begrasung schaute ich nicht schlecht, als dem Häusle Haare gewachsen sind :-D

Erste Schicht ist aufgetragen. Morgen folgen die nächsten Grasfasern.

Auch im Gleisbereich finden sich kurze Grasfasern, wie beim Vorbild auch. Allerdings nur ganz Kurze und sehr vorsichtig aufgetragen, damit es später mit den Loks keine Probleme gibt. Am Ende wird der Bewuchs natürlich dichter, da sollten dann auch nur noch Wagen hinfahren.

Die fehlenden Stellen sind begrast. Ums Heizhaus rum fehlen natürlich noch paar Flecken, aber die kann ich erst machen, wenn die Hütte steht. Zwei Bäume stehen auch schon, in das Loch kommt noch ein Großer, habe aber keinen mehr da. Der wird dann irgendwann noch ergänzt.

Grüße aus Mayrhofen :-)

Da mir die Bäume unten etwas zu kahl waren, habe ich von einem kleinen Baum (der mir zu niedrig war) die Äste abgeschnitten und an die großen Bäume geklebt. Die Krone des kleinen Baums gibt einen schönen Strauch ab.

Vorher:

Nachher:

Zudem kam Flock auf die Grasspitzen.

Mayrhofen brennt! Äh leuchtet ;-)

Ist zwar nur provisorisch angeschlossen, aber zumindest leuchten die Lampen schon mal. Provisorisch deswegen, weil die Lampen später über einen Schalter am Stellpult ein- und ausgeschaltet werden können. Nur die Kabelverbindung unter den Modulen hat zu wenig Pins dafür, das muss ich erst überarbeiten.

Habe mal für paar Szenen gesorgt...

Zum einen mal eine Fußgängerin und ein Moped Fahrer.

Dann sind paar Paletten in Mayrhofen abgelegt.

Auf die auf dem Transporter will ich später noch irgendwas drauf legen. Was muss ich mir noch überlegen. Leider hatte meine Bastelkiste nichts passendes da.

Dann habe ich die CAD Zeichnung des Heizhauses nochmal überarbeitet. Die Länge wurde angepasst, war vorher zu lang. Jetzt passt es, denn das Heizhaus endet bündig mit dem BÜ über die Weiche von der Ladestraße.

Schließlich wurde noch Gebäude erhöht, denn ich hatte einen Fehler gemacht: Ich habe die Höhe ab Schotteroberkante ermittelt, aber das Gebäude steht ja auf dem Holzboden und der liegt ja tiefer. Daher habe ich provisorisch Papierschnipsel untergeklebt und nun schaut es besser aus. Zudem kommt auch die Uh rein. Das Dach habe ich auch schon mal zugeschnitten und aufgelegt. Nun schaut es schon mal besser aus. Zwar noch Papier, aber es wird jetzt klar, dass dort mal ein Heizhaus stehen wird.

Heute kamen nochmal paar Bäume an, so dass ich den landschaftlichen Abschluss vervollständigen konnte.

Vorbild:

Modell:

Nun schaut das dritte Segment von Mayrhofen so aus:

Heute wurde die Spillanlage in Betrieb gesetzt. Mittlerweile weiß ich auch, wozu die Anlage beim Vorbild dient. Früher waren die Nutzlängen der Gleise nicht so groß wie jetzt. Daher hätte man um die langen Dampfzüge nicht einfach umsetzen können, so dass die Wagen über die Spillanlage bis zum Prellbock vorgezogen wurden.

Meine Modell Spillanlage besteht aus einem Getriebe Motor (Conrad Nr. 234350) sowie einer Messingwelle (Conrad Nr. 221794) für die Seilaufwicklung. Über zwei Taster je Seite (Conrad Nr. 701802) kann die Anlage in Betrieb gesetzt werden. Über zwei monostabile Relais wird die Richtungsumkehr realisiert.

Derzeit läuft das Seil noch provisorisch, denn es fehlt noch eine passende Motor Attrappe, die gleichzeitig als Umlenkrolle für das Seil dienen soll.

Der Haken ist einfach nur ein gebogener Draht, hier soll auch etwas Filigraneres folgen.

Dann habe ich mal noch den Flutlichtstrahler eingebaut. Der Grundträger ist ein Vierkant Messing Rohr. Oben befindet sich eine PLCC LED. Unten ist noch ein Rundrohr eingesetzt, denn das befindet sich - logischerweise - auch beim Vorbild wieder.

Und fertig eingebaut.

Tag aus - Licht an:

Nachdem ich 1x1 mm Holzstäbchen besorgt habe, konnte ich die Dachbalken am Kohlebunker einsetzen. Nun ist das Gebäude eingesetzt und die Fläche mit Schotter fertig verfüllt.

Dann habe ich noch an der Elektrik gearbeitet. Ich habe die Verbindung zwischen den Segmenten von 9 Pole auf 25 Pole erweitert. Grund hierfür war: Von Segment 2 auf 3 musste ich bereits zwei 9 polige Verbindungen einbauen. Nun kommen noch zwei Leitungen für schaltbare Beleuchtungen hinzu. Es wäre also nochmal irgendeine Steckverbindung notwendig gewesen und so viele Steckverbindungen möchte ich dann auch nicht bei jedem Einsatz zusammen stöpseln. Folglich habe ich die ganzen Datenleitungen auf eine 25 polige Leitung umgebaut.

Die beiden Buchsen sind im Segment 2 eingebaut.

Segment 1 und 3 haben Stecker.

Im Zentrum, dort wo auch die beiden 25 poligen Datenleitungen des Stellpultes ankommen, ist es halt dementsprechend voll.

Nun wird sicherlich die komplette Beleuchtung von Mayrhofen (also Fahrzeuge und Gebäude) keine Unmengen an Strom ziehen, aber den dünnen Datenleitungen möchte ich das dann doch nicht zutrauen. Knackpunkt ist hier vor allem die Datenleitung zum Stellpult zum Ein- und Ausschalten der Beleuchtung. Hierfür habe ich nur noch je Schalter eine Datenleitung zur Verfügung. Und über die eine Leitung den kompletten Beleuchtungsstrom jagen? Na ich weiß nicht. Man sieht ja, dass man auch die kleinen Leistungen in Bezug auf Wärme nicht unterschätzen sollte.

Also werden über die zwei Schalter am Stellpult wirklich nur Signal weiter gegeben und mit einem Dual Mosfet verstärkt. So ist die Datenleitung vom Stellpult stromtechnisch entlastet. Vom Mosfet führen dann jeweils für Fahrzeuge und Lampen je zwei Datenleitung zum Segment 1 und 3. Je zwei deshalb, weil zwei Adern belastungsfähiger sind als eine. Segment 2 ist völlig unproblematisch, weil hier ja das Mosfet eingebaut ist. Daher können hier normale Litzen eingesetzt werden, wenn es mal soweit ist und das Segment Beleuchtung erhält.

An Segment kommen dann von der Datenleitung die vier Adern heraus. Zwei Adern sind der Minuspol für Fahrzeuge und zwei Adern sind die Masse für Gebäudebeleuchtung und Lampen. Der Pluspol wird über die starke Hauptleitung geführt, die ohnehin mit großen Stecker ausgeführt ist, da hiermit auch die Servos mit Spannung versorgt werden.

Eine kleine Mosfet Beschaltungskunde:

Ein Mosfet benötigt am Eingang immer ein bestimmtes Potential. Entweder VDD oder VSS. Setzt man zur Beschaltung einen Wechselschalter ein, ist das ganz einfach zu realisieren. An die Mittelanzapfung kommt der Eingang des Mosfets. An die beiden Umschalter jeweils VDD und VSS. Ich habe aber vor längerer Zeit einfache Ein-Aus-Schalter ins Stellpult eingebaut. Diese haben nur die Mittelanzapfung und einen Abgang. Außerdem haben diese Schalter auch die "0" "1" Bedruckung, im Gegensatz zu den Wechselschaltern.

Also muss man sich etwas behelfen um die zwei Zustände für das Mosfet mit nur einem Schalterabgang herzustellen. Hierzu seien die Stichworte Pullup-Widerstand und Pulldown-Widerstand erwähnt. Diese Widerstände "ziehen" die Leitung entweder auf High oder auf Low, also VDD oder VSS. In meinem Fall sind es Pulldown-Widerstände. Die Mittelanzapfung des Schalters ist zum einen mit dem Eingang des Mosfets und zum anderen über den Widerstand mit VSS verbunden. An den Abgang des Schalters wird VDD angeschlossen.

Ist der Schalter geöffnet, dann zieht der Widerstand das Potential der Leitung auf VSS. Da der Widerstandswert in meinem Fall 47 kOhm beträgt, ist der Stromfluss mit nur 0,26 mA bei 12 V Betriebsspannung absolut zu vernachlässigen. Wird der Schalter geschlossen, dann zieht der Schalter das Potential der Leitung auf VDD. Dass parallel dazu der Pulldown-Widerstand an VSS angeschlossen ist, ist völlig egal, da der Durchgangswiderstand des Schalters mit 0 Ohm viel geringer ist als der des Pulldown-Widerstands mit 47 kOhm.

Und schon funktioniert alles und das Mosfet hat am Eingang seine zwei möglichen Zustände: High und Low.

Ich habe mal am zweiten Segment weiter gearbeitet. Zunächst der leichte Teil: Die Landschaft am nördlichen Gleisrand. Hier findet sich zum einen eine Zufahrtsstraße bzw. ein Parkplatz zu einem Gasthaus und zum anderen ein umzäunter Garten/Wiese. Also wurde die Topographie mit Styrodor und Gips geschaffen, danach geerdet und die Straße angemalt, gealtert und mit Bordsteinkanten versehen.

Der Übergang zum Nachbarsegment ist rein von der Erde her schon mal gelungen.

Die Begrasung auf Segment 2 nördlich der Gleise ist (fast) abgeschlossen. Es fehlen mir nur noch kurze beige Fasern an der Gleisseite zum Bordstein hin.

Hier ist das Garten Grundstück eines Ferienhauses.

Damit meine Kraftfahrzeuge nicht zulassungsfrei durch die Gegend eiern haben sie Nummernschilder erhalten. Die Fahrzeuge der Zillertalbahn natürlich die absolut korrekten Nummernschilder, der Rest frei Schnauze.

So, das zweite Segment ist - da keine weiteren passenden Materialien vorhanden sind - erst mal fertig. Was hier noch fehlt sind einige Bäume und Sträucher, ein Zaun (die Holzleisten muss ich erst kaufen) sowie beige kurze Fasern am Straßenrand zum Gleis hin. Außerdem fehlt um den Garten noch eine Hecke. So schaut der Grünstreifen derzeit aus:

Ob in dem Garten wirklich ein Apfelbaum steht weiß ich nicht. Wenn nicht, wird es Zeit, dass einer gepflanzt wird. Denn im Modell steht hier jetzt einer. Er passt eigentlich ganz gut rein.

Hier sieht man eine Birke sowie zwei Laubbäume von L. Cerha.

Und hier mal mit Hintergrund:

Zu der Hecke um den Garten: Ich habe mal probiert einer Noch Hecke mit Blattlaub etwas Ansehen zu verschaffen. Ich weiß aber noch nicht so recht, ob es mir gelungen ist.

Am ersten Segment sind die Bordsteinkanten gesetzt und der Zwischenbereich mit Erde bestreuselt.

Etwas Gras ist auch schon gesät, es fehlen mir jetzt noch kurze beige Fasern, dann würde es schöner aussehen. Kommt Geld, kommt Großbestellung ;-)

Mittlerweile ist auch das erste KFZ beleuchtet: Der Zillertal LKW.

Heute hat mir Matthias Klemz von protokreativ ein Foto des ersten Heizhaus Musters geschickt. Ein paar Kleinigkeiten sind noch zu machen aber im Großen und Ganzen ist es fertig.

Schließlich ist der Heizhaus fertig konstruiert und die Teile sind bei mir eingetroffen. Ich staunte nicht schlecht, dass so ein zunächst einfaches Gebäude aus so vielen Einzelteilen besteht, damit es am Ende auch so ausschaut wie das Original. Mein bester Dank daher an Matthias für die aufwendige Konstruktion.

Schnell ist die Grundkonstruktion zusammen gebaut.

Im Dach ist jeder Dachbalken nachgebildet.

Zusammenbau des Sockels am Fuß des Gebäudes.

Nachdem das Gebäude vollständig zusammen gebaut ist, kann das Anmalen beginnen. Hierzu braucht es nur die Farben weiß, grau und braun.

Um die Optik des Putzes zu erhalten, habe ich die feuchte Farbe mit einem Schwamm betupft.

Nach dem Einbau der Fensterrahmen und der Fenster aus Fensterfolie von Bausätzen, schaut das Gebäude erstmal so aus.

Einbau auf dem Modul.

Die Untersuchungsgrube wird frei gesägt.

Die Freiräume werden mit Gips bündig mit der Schienenoberkante ausgefüllt.

Zum Ende hin sorgen zwei Holzleisten dafür, dass der Gips nicht davon fließt.

Der Boden wird Asphaltgrau gestrichen.

Das Kunststoffdach von Auhagen wird abschließend aufgeklebt. Die Dachkonstruktion bleibt aber abnehmbar.

Die Fläche um das Heizhaus wird geschottert, geerdet und mit Kies verfüllt. Nach dem Trocknen des Leims kann gealtert werden.

Kleine Schäden bleiben nicht aus. Hier ist mal eine Lampe abgerissen worden, weil beim Ausladen Modulbeine darüber gefallen sind. Dies lag an der fehlenden Seitenschutzwand, die noch nachzurüsten ist.

Aber der Schaden ist schnell behoben. Die Lampe wurde wieder eingeklebt, die ausgebrochene Stelle geflickt und Gras gesät.

Hinter dem Bürgersteig ist beim Vorbild eine Hecke gepflanzt. Im Modell wird zunächst ein unbehandeltes Heckenstück von Noch eingesetzt.

Diese Hecke wird von allen drei Seiten begrast.

Danach wird mit Noch Blattlaub belaubt.

Um das Heizhaus sind alle Flächen mit Erde, Schotter und Kies verfüllt.

Der Innenraum wird gealtert.

Abschließend bekommt auch noch das Dach Alterung ab und der Boden vor dem Heizhaus wird schwarz. Wie beim Vorbild auch befinden sich an der Nordseite des Heizhauses dichte Büsche.

Damit die Segmente des Bahnhofs beim Transport keine Beschädigung erhalten, habe ich wie auch bei den anderen Modulen eine Schutzplatte an die Seite montiert. Sie wird in bewährter Weise durch Klettband gehalten.

Damit die Weichenstellhebel keine Beschädigung erleiden, falls mal jemander dem Stellpult "zu Nahe" kommen sollte, wurde ein Bügel angebaut. Bisher ist es zwar nie passiert, dass jemander ans Stellpult angestoßen ist und dadurch Hebel abgebrochen sind, aber lieber vorher Schutz einbauen als Nachher unnötige Arbeit haben und Lehrgeld bezahlen.

Mayrhofen ist noch nicht einmal fertig, da fallen schon Reparaturarbeiten an. Auf einmal hat sich eine Gipsschicht scheinbar ausgedehnt und Aufwölbungen gebildet. Warum ist mir bis heute rätselhaft. Alle anderen Gipsschichten für die Straßen sind ohne Mangel.

Also musste die Farbe in den Bereich abgetragen und die Decke neu verspachtelt werden.

Schließlich sieht wieder alles ordentlich aus.

Auf den Bogenmodulen stand etwas Gleisbau an, da ich die Gleisenden zu kurz getrennt habe. Es haben sich dadurch zu große Gleislücken ergeben, weshalb die Fahrzeuge mit großen Geratter den Bahnhof erreicht haben. Das soll so natürlich nicht sein.

Also habe ich wenige cm vor dem Ende die Gleisprofile ausgebaut und verlängert.

Nun sind die Schienenprofile länger und es ist keine Lücke mehr vorhanden. Der Übergang schaut auf dem Foto deutlich schlimmer aus, als er eigentlich ist.

Für die Spillanlage fehlte mir noch die Nachbildung des Antriebs. Hierzu habe ich mit Sven Skrabal Kontakt aufgenommen, der mir nach meiner 2D Zeichnung eine 3D Zeichnung erstellt und das Modell gedruckt hat. Geliefert wurde in einer sehr interessanten Verpackung :-)

Ich bin wirklich sehr überwältigt von dem Detaillierungsvermögen bei der kleinen Größe!

Die Spillanlage wird mit Revell Farben koloriert.

Fertig eingebaut:

Hier ein Vergleich mit dem Vorbild:

Auf dem Fremo Schmalspurtreffen Anfang November 2016 in Elfershausen hat mir Jürgen Dill-Schilling von Kreativ3.De ein erstes Muster Exemplar des EGs Mayrhofen mitgebracht. Ich habe ihn mit der Konstruktion und dem Lasern beauftragt und ich würde mal sagen, dass das bisherige Ergebnis aller erste Sahne ist. Im Übrigen auch alle anderen Gebäude, die er als Anschauungsobjekt mitgebracht hat. Ein wirklich großer Künstler. Nicht wundern, das Exemplar hat er in 1:100 konstruiert und wird dann auf 1:87 skaliert.

Paar kleine Optimierungen stehen noch an, die ihm beim Zusammenbau aufgefallen sind. Der Gebäudebausatz dürfte nach seiner Aussage in etwa 2 Wochen fertig sein. Ich bin schon sehr gespannt, denn dann kann ich richtig loslegen mit Mayrhofen.

Heute - 04.12.2016 - konnte ich die Bauteile für das EG Mayrhofen von Jürgen Dill-Schilling in Empfang nehmen. Ich bin sehr auf den Bau gespannt und denke, dass ich damit in der Nachweihnachtszeit beginnen werde.

Am Wochenende vom 3. bis 5. März 2017 haben ein Bekannter und ich ein Bastelwochenende bei ihm zu Hause abgehalten. Während er begrast und an seiner Anlage weiter gebaut hat, habe ich das Empfangsgebäude von Mayrhofen zusammen gebaut. Zum Kleben verwende ich übrigens auf Empfehlung von Jürgen UHU Kraft lösungsmittelhaltig.

Es beginnt mit der Grundplatte. Diese findet sich auf der Baugruppe "Erdgeschoss Boden und Innenwände". Die Innenwände müssen heraus getrennt werden und werden später verwendet. Rechts bleibt dann im Bereich des Lagerschuppens ein größeres rechteckiges Loch in der Grundplatte.

Nun werden die Außenwände der Fassade benötigt. Sie finden sich an der Baugruppe "Fassade Außenwände".

Zusammen mit dem Boden des Obergeschosses, zu finden auf der Baugruppe "Obergeschoss Boden", wird die Grundkonstruktion nach und nach zusammen gebaut.

Die Innenwände des Obergeschosses werden eingebaut. Sie finden sich auf der Baugruppe "Obergeschoss Innenwände". Lediglich die Zwischenwände im Bereich des Balkons finden sich auf der Baugruppe "Fassade Außenwände".

Nun werden die Fenster eingesetzt. Hierzu werden die Rahmen der Auflageflächen der ab Werk bereits passend zugeschnittenen Fensterfolien mit Kleber bestrichen und die Fenster dann aufgeklebt. Die Schutzfolie kann man dran lassen und erst später abziehen. So werden die Fenster beim Andrücken nicht verkratzt oder mit Fingerabdrücken versehen.

Während des Baus passiert es immer mal wieder, dass Zugfahrten zwischen den Bauteiles des EGs statt finden ;-)

Für die silbernen Fensterrahmen kommt ein spezielles selbstklebendes Material zum Einsatz. Die Teile finden sich auf der Baugruppe "Unterbau Fensterrahmen".

Die Schutzfolie wird abgezogen und die Rahmen ohne Kleber aufgesetzt. Das ist wirklich eine tolle Lösung, da gerade bei den dünnen Rahmen schnell mal Kleber herausfließen kann. Allerdings ist die Selbstklebefolie extrem klebrig und klebt sofort fest, wenn sie mit der Fensterfolie in Berührung kommt. Daher muss sehr exakt positioniert werden.

Die braune Fassade, die sich auf der Baugruppe "Verputz braun" befindet, wird wieder konventionell mit UHU Kraft aufgeklebt.

Auch an der Seite werden die silbernen Fensterrahmen aufgeklebt. Allerdings habe ich hier einen Fehler gemacht und am Balkon auch ein Fenster eingesetzt. Das muss ich später wieder heraus trennen, da der Balkon hier offen ist. Also hier bitte kein Fenster einkleben.

Nun werden die Teile aus der Baugruppe "Verputz weiß" benötigt.

Sie werden an die betroffenen Stellen geklebt.

Mit den Teilen aus der Baugrppe "Verblechungen" wird zum einen das kurze Vorbaudach "verblecht" sowie die dünnen Bleche an der Straßen- und Gleisseite unterhalb der Holzstruktur angebracht.

Mit den Teilen aus der Baugruppe "Auflagebau Fensterrahmen" werden die dunkelgrauen Rahmen am Gebäude nachgebildet. Auch diese sind wieder als Selbstklebefolie nachgebildet.

Nun werden die "Holzverkleidungen aus der Baugruppe "Holzverkleidungen" benötigt. Allerdings hat mir Jürgen empfohlen die Verkleidungen am Dachbereich noch nicht anzukleben, sondern erst das Dach einzupassen und die Verkleidung dann so ankleben, dass das Dach innen liegt und die Trennkante von der Verkleidung überdeckt wird.

Nach dem Bastelwochenende schaut der aktuelle Stand des EGs so aus (die Strecke meines Bekannten hat einen Haltepunkt bekommen ;-) ):

Es fehlen noch ein paar Teile, hier macht Jürgen für mich noch kleine Korrekturen. Aber etwa 90 % (abgesehen von der Inneneinrichtung) sind fertig.

Und so schaut das Gebäude aus wenn es am dafür vorgesehenen Platz steht:

Fortsetzung folgt...