Steuerung

Analoge Steuerung

Wenn man nebenbei schon eine Modellbahn betreibt und dadurch bereits einige Trafos vorhanden sind, so ist der Kauf des LEGO Trafos nicht nötig. Ich nutze daher für die analoge Steuerung den Fleischmann Trafo 6735. Dieser hat im Gegensatz zum LEGO Trafo zusätzlich zum regelbaren Gleichstromausgang einen konstanten Wechselstromausgang für Beleuchtungen.

Das einzige, was man sich im Fahrbetrieb merken sollte ist die 9 V Grenze. Denn ein Modellbahntrafo stellt in der Regel bis zu 16 V zur Verfügung, die LEGO Artikel sind jedoch auf 9 V ausgelegt. Es ist zwar möglich den Eisenbahnmotor kurzzeitig mit 16 V zu betreiben, allerdings kenne ich die technischen Daten nicht und es ist gut möglich, das bei längerem Betrieb die Motorspulen durchbrennen. Somit sollte man mit einem Voltmeter die 9 V-Stelle ermitteln und diese kennzeichnen.

Wenn man LEGO Stromkabel und normale Modellbahnkabel verbinden will, sollte man das Löten meiden, da das Plastik schmelzen würde. Ich klemme mit einem 2 x 2 LEGO Plättchen das Modellbahnkabel ein, so dass diese Verbindung bei keiner großen Belastung auch hält.

Für Beleuchtungen empfehle ich Leuchtdioden. Die haben eine lange Lebensdauer und werden nicht sonderlich warm. Eine normale Lego Glühbirne wird zwar auch nicht sonderlich warm, ist dafür aber viel zu teuer und unpraktisch, schließlich ist so eine Birne mit Sockel in der Regel 15 mm breit und kann daher nicht überall eingesetzt werden. Außerdem passen 5 mm LEDs vorzüglich in die LEGO Lochsteine. Für ein komplettes Durchschieben der LED muss diese etwas abgedreht werden, was aber kein großes Problem ist (ein Bandschleifer mit feinem Schleifpapier genügt).

Digitale Steuerung

Und wenn man für die Modellbahn schon ein Digitalsystem zur Verfügung hat, welches man auch für andere Anlagen nutzen kann, so lag der nächste Schritt nahe, die LEGO Eisenbahn digital zu steuern. In jede Lok wird somit ein Digitaldecoder eingebaut. Für den ist es aber erforderlich, dass Gleisanschluss und Motroanschluss getrennt wird. Da im Eisenbahnmotor alle Kontakte miteinander verbunden sind, ist es notwendig den Motor zu öffnen, die Kontakte zu trennen und mit einem Kabelbaum diese aus dem Motor herauszuführen.

Leider hat es LEGO einem nicht gerade leicht gemacht den Motor zu öffnen :-( Es ist aber auch verständlich, weil Kinder ja nicht an die Elektrik und die Kleinteile kommen sollen. Um den Motor zu öffnen muss man die an der Unterseite vorhandenen Plastiknupsis absägen. Es sind 12 Stück. Danach kann man den Motor vorsichtig aufhebeln.

Bei der Gelegenheit kann ich auch gleich die Einzelteile eines LEGO Eisenbahnmotors aufzeigen.

Er besteht aus 8 Teilen:
- Motor
- vordere Achse
- hintere Achse
- Stromabnahme links
- Stromabnahme rechts
- Zahnrad mit Achse vorne
- Zahnrad mit Achse hinten
- Gehäuse

Nun wird die Stromverbindung von den Achsen zum Motor getrennt. Dazu zwickt man die Kupferplatte ab, die zum Motor führt. An die eine Platte wird ein rotes Kabel, an die andere Platte ein braunes Kabel gelötet. Dadurch hat man bereits die Stromversorgung zum Decoder geschaffen. An den Motor lötet man nun noch ein grünes und ein blaues Kabel. Die insgesamt vier Kabel zieht man durch ein gebohrtes Loch aus dem Motor raus.

Nun können die Achsen eingesetzt werden.

Und schließlich wird der Motor wieder geschlossen.

Nun kann ein x-beliebiger Digitaldecoder eingebaut werden. Ich kann dafür den ESU LokPilot empfehlen. Es ist ein robuster Lokdecoder mit vielen Funktionen und einer guten Motoransteuerung. Bilder dazu werden noch folgen.

Und da fast jeder Digitaldecoder Funktionsausgänge zur Verfügung stellt, kann man an diesen eine LED Beleuchtung für die Lokfront anschließen. Eine kurze Baubeschreibung findet man hier. Und wem das nicht genügt, der kann an stelle eines einfachen Lokdecoders auch gleich einen LokSound Decoder einbauen, so dass die LEGO Lok sogar Sound von sich gibt!

Tipps ohne Haftung bei Schäden durch Nachbau!