Beleuchtungseinbau bei Roco n-Wagen (Rotlinge)

 

Hier wieder mal ein Vorschlag zum Einbau von LEDs für Innenbeleuchtung, Spitzensignal und Schlusslicht in einen Wendezug. Diesmal Roco Rotlinge, die Kultwagen im Nahverkehr der DB.

 

Wie man eine Innenbeleuchtung baut, sollten Sie ja wissen, wenn Sie diesen Bericht gelesen haben. Daher überspringe ich diesen Abschnitt.

 

Zuerst muss man den Mittelschleifer anbringen. Da der Wagen dazu nicht so gut vorbereitet ist musste etwas mehr gebastelt werden und etwas unprofessioneller gearbeitet werden. Der Mittelschleifer kommt von Märklin. Die Plastikgrundplatte wurde entfernt. Die Messinggrundplatte habe ich direkt auf den Plastiküberbau des Drehgestells gebogen und an die eine Seite jeweils vorne und hinten jeweils eine Decoderlitze angelötet. Diese habe ich dann einmal um die Plastikhalterung des Drehgestells gezogen und auf der anderen Seite wieder verlötet. Es hält. Der Wagen fährt über alles drüber und die Stromabnahme ist schleiferseitig gut. Zur Isolation zwischen Achse und Schleifer habe ich etwas Tesa angeklebt, wenn der Schleifer nach oben gedrückt wird, wenn Weichen überfahren werden.

 

 

Nun geht es zum Spitzensignal und Schlusslicht. Der Steuerwagen ist in sofern vorbereitet, dass er einen Lichtleiter eingebaut hat und sich dieser verzeigt und in zwei getrennte "Kästen" verläuft. Dort kann man also wunderbar jeweils eine weiße und eine rote LED einbauen. Die rote LED ist diesmal eine 5 mm Power LED. Die weiße LED ist eine normale PLCC LED.

 

 

Für das obere Spitzensignal habe ich eine weiße PLCC LED angebracht.

 

 

Direkt unten drunter kommt noch eine gelbe Flächen LED für den Zugzielanzeiger. Dazu muss man aber vom Lichtleiter unten etwas wegsägen.

 

 

 

Die Flächen LED kann man auch direkt auf dem Waggonzwischendach mit Doppelklebeband befestigen.

 

 

Kurz ein paar Bilder der Innenbeleuchtungsleiterplatte, wie gesagt ohne Worte:

 

 

 

 

Nun kommen wir zum Einbau des Funktionsdecoders. Diesmal verwendete ich einen Tams FD-5. Das tolle ist, dass er sogar zwischen Leiterplatte und Gehäuse passt. Sehr von Vorteil, weil nun fällt er gar nicht mehr auf, da er nicht mehr sichtbar ist. Mit Doppelklebeband habe ich ihn auf der Leiterplatte fixiert.

 

 

Für die Verbindung Oberteil - Unterteil sorgt eine Miniatursteckverbindung. Einmal im vorderen Bereich für:

1. Pluspol

2. Minus rote LED

3. Minus weiße LED

4. Masse vom vorderen Drehgestell

 

 

Damit die Buchse hinpasst habe ich den oberen Kasten abgesägt.

 

 

 

Im hinteren Bereich ist auch eine Miniatursteckverbindung. Hier ist sie nur zweipolig für:

1. Mitteschleifer

2. Masse vom hinteren Drehgestell

 

 

 

Funktionstest des weißen Spitzensignals...

 

 

... roten Schlusslichts...

 

 

... weißen Spitzensignals und Zugzielanzeiger...

 

 

... und der Innenbeleuchtung (die umgebauten Rotlinge haben übrigens Neon Beleuchtung, falls irgendwen das Bläuliche stört):

 

 

 

Nun werden noch die Mittelwagen mit Innenbeleuchtung ausgestattet.

 

 

Für die stromführende Verbindung sorgt wieder eine Miniatursteckverbindung. Hier habe ich ja an jedem Wagen auf einer Seite eine Buchse eingebaut und auf der anderen Seite einen Stecker mit etwas mehr Kabel. Für die Rotlinge habe ich eine verbesserte Version verwendet: Bei Wagenseiten haben eine Buchse. Für die Verbindung sorgt ein ca. 4 cm langes Kupferlackdrahtkabel mit Steckern. Der Vorteil ist, dass man die Wagen beliebig drehen kann, während bei der anderen Variante die Wagen nur in eine Richtung eingereiht werden können.

 

Man muss für den Kupferlackdraht gar nicht mal ein Loch bohren. Zwischen Gummiwulst und Stirnwand ist Luft um den dünnen Draht durchzufädeln.

 

 

Anschluss am Decoder.

 

 

Verbindung mit dem Stecker.

 

 

 

Es leuchtet:

 

 

Bau auf eigene Gefahr.