Nebenbahn

Um meinen Nebenbahntriebwagen ein passendes Ziel zu bieten, habe ich einen Nebenbahn Endbahnhof gebaut, den ich hier näher vorstellen möchte. Da der Platz sehr beengt ist, war von Anfang an klar, dass es keine große Nebenbahn wird. Vielmehr ein kurzes Gleisstück mit einem Bahnhof. Der Platz fand sich schließlich auch: Vom Schattenbahnhof zweigt eine Weiche ab. Die Strecke kommt dann unter den Lokschuppen von Neustadt aus dem Tunnel heraus und nach einem schlanken Bogen endet sie. Die Strecke wird ca. 20 cm unterhalb der eigentlichen Anlagenplatte verlaufen. Ein Hang wird den Schattenbahnhof verdecken. Der neue Nebenbahnbahnhof wird Pleinfeld heißen. Pleinfeld ist zwar kein Nebenbahnhof, da er ein normaler Durchgangsbahnhof zwischen der Strecke Treuchtlingen - Nürnberg ist, jedoch zweigt von hier eine Nebenbahn nach Gunzenhausen ab, vorbei am Brombachsee.

1. Bauabschnitt (Rohbau)

2. Bauabschnitt (Modellieren mit Gips und Verlegen der Gleise)

3. Bauabschnitt (Bau des Bahnsteigs, Einbau des Bahnhofsgebäudes)

4. Bauabschnitt (Begrünung, Aufstellen von Signalen und Prellböcken)

1. Bauabschnitt

Der Rohbau beginnt. Der Tisch wird aus 10 mm Pappel gezimmert, die Gleise provisorisch verlegt. Es fehlt noch ein schlanker Bogen und eine Weiche. Die Nebenbahn ist die erste Strecke auf meiner kompletten Anlage, die mit schlanken Bogen gebaut wird. Wenn man mal einen 360 mm Radius Bogen neben so einen schlanken Bogen legt, wird einem schlecht... Da würde man am liebsten die ganze Anlage umbauen. Außerdem verläuft das Gleis im Gegensatz zum restlichen Anlagenbild nicht mehr parallel zur Wand.

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2. Bauabschnitt

Das Brett wurde grau angemalt und der Faller Bahnhof probeweise hingestellt. Außerdem wurde der Hang mit Pappe unterstützt. Darauf folgt eine Lage Gips.

Das Tunnelportal wurde eingesetzt und mit Gips verkleidet.

An stelle der überteuerten kurzen Gleisstücke mit abnehmbarer Böschung habe ich von den Anschlussgleisen an die Weiche die Böschung abgesägt und werde sie anschließend mit C-Gleis Schotter auffüllen.

Und fertig ist die Gleisanlage.

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3. Bauabschnitt

Nach einigen Stunden Arbeit wurde der Bahnsteig gebaut und der Bahnhof eingebaut.

Zuerst einige Bilder vom Bahnsteig. Es ist ein Zwischenbahnsteig mit einseitiger Nutzung und stellt einen aufgeschütteten Bahnsteig dar. Gebaut habe ich ihn mit Modelliersand. Das Fundament bildet aber zuerst Holz und eine Schicht Gips. Die Bahnsteigkanten sind in bewährter Weise von Auhagen.

Kopfsteinpflasterstellen stellen die Schlichtheit des Bahnsteigs dar, Geländer sorgen für eine Absicherung zu Gleis 1.

Ein Bahnübergang führt zum Hausbahnsteig. Steht dort gerade ein Zug wird es auch später noch einen Weg um das Gleisende herum geben.

Gleis 1 mit Hausbahnsteig. Schön zu erkennen der Bahnübergang, dessen Mittelleiter fast gar nicht auffällt. Mehr dazu folgt in wenigen Absätzen.

Auch ein nettes Blickfeld...

Eine neue Technik habe ich beim Bahnübergang entwickelt. Wie gewohnt habe ich mit T-Profilen die Gleisrille hergestellt. Der Mittelleiter ist nun kein durchgehender Draht mehr sondern der Optik wegen einzelne Messingdrähte. Vorher habe ich ins Gleis zwischen die Schwellen Löcher gebohrt und die Messingdrähte durchgezogen und am Originalmittelleiter verlötet. Die Drahtenden werden dann noch etwas abgeschliffen, so dass keiner länger ist als der andere und am Ende eine leichte Steigung erreicht wird, damit der Schleifer sachte angehoben wird. Mit grauer Farbe wird das ganze angemalt und die kleinen Punktkontakte mit einem Fingerschliff sauber gemacht. Die Rampen sind einfaches Holz. Am Bahnsteig wurde dazu ein kleines Stück herausgesägt, damit die Rampe nicht zu steil ist.

Wer glaubt, dass das nicht funktioniert, hier ein Video. Desiro fährt ein, Schleifer ist in der Mitte am Jakobsdrehgestell.

Zwei Lampen sorgen für die nötige Helligkeit am Bahnsteig.

Diesen Baum habe ich von einem Bekannten geschenkt bekommen. Das Schmuckstück hat einen Ehrenplatz bekommen und ist schon eingepflanzt. Das Drumherum folgt demnächst.

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4. Bauabschnitt

Nun geht es an die Begrünung. Dazu werden einige Grasbüschel von Noch angeklebt.

Die Prellböcke sind von Piko. Das waren noch die einigermaßen vorbildlichsten, die es momentan im Handel gibt.

Außerdem wurden 2 Formsignale installiert. Es sind wie immer Bausätze mit Servos ausgerüstet. Auf Grund der verminderten Ausfahrgeschwindigkeit von zu Beginn 40 km/h, später dann 60 km/h zeigen die Signale nur Hp0 und Hp2 an.

Schon lange sind die Busch Nr. 7031 Mauerplatten eingebaut. Nun habe ich mich Ende August 2010 wieder meiner Nebenbahn gewidmet und die Begrünung fortgeführt. Im Bereich zwischen Mauerplatten und Gleis wächst nun Gras.

Auch der große Baum ist in die Landschaft integriert und macht sich gut.

Am Bahnhofsbereich hat sich viel getan in den letzten Monaten. Kopfsteinpflaster dient als Bahnhofsvorplatz sowie als kleiner Parktplatz.

Eine Zeitungsbude sowie eine Telefonzelle sind verbaut worden. Der Zeitungsladen muss natürlich noch etwas an die Folie angepasst werden, damit die Lücke verschwindet.

Der obere Teil der Mauerplatten wurde zuerst mit Styropor aufgefüllt. Darauf kam eine Lage Leim und Mullbinde.

Dann kann der Hang mit Gips modelliert werden.

Nach dem Bemalen mit brauner Farbe kann das Gras gesät werden. Die Trennkanten wurden ebenfalls mit senkrechten Grasstreifen kaschiert. Damit das ganze natürlich nicht so regelmäßig aussieht wird später noch mit Büschen und vereinzelten Grasstreifen nachgearbeitet.

Nachdem ich den Übergang vom Tunnel zur Steinmauer verspachtelt, bemalt und mit Gras begrünt habe, habe ich ein paar Tannenbäume und kleine Steinchen eingefügt.

Zum Schluss noch ein Bildchen aus der Lokführerperspektive:

Wie bekloppt ist man eigentlich, wenn man Bettungsgleis schottert? Zugegeben, ein wenig schon. Aber ich finde die Optik verbessert sich erheblich. Hier bei der Nebenbahn habe ich das erste Teststück mit Minitec Phonolit geschottert und mit Pulverfarbe gealtert.

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