Bau einer Signalbrücke

 

Da ich eine Signalbrücke schon 2004 bauen wollte, doch es am Lötkolben gescheitert hat, habe ich mich nun nochmals rangetraut. Das "Glück" war, dass mein Handlötkolben den Geist aufgab und ich mir eine Lötstation kaufen musste. Und mit 450°C geht jetzt schon einiges...

 

Kommen wir erst mal zu den benötigten Teilen:

- vierkant Messing Rohr 10 x 10 mm (Conrad Art.-Nr. 220642-WD)

- Flachmessing 10 x 3 mm (Conrad Art.-Nr. 293750-WD)

- Messing Rohr 1 mm (Conrad Art.-Nr. 297208-WD)

- Kupferdrahtgewebe (Conrad Art.-Nr. 210372-35)

 

Eine kurze Baubeschreibung...

das vierkant Messing Rohr bildet den Mast auf dem in 10 cm Höhe das Flachmessing aufgelötet wird. An dieses Profil wird der Signalkorb, bestehend aus 1 mm Kupferdraht, angelötet. Die Leiter wird ebenfalls aus 1 mm Messingrohren gefertigt. Das Kupfernetz bildet das Geländer auf dem Signalträger. Man kann sich beim Bau auch ein bisschen an diesem Foto orientieren.

 

Der Signalkorb

hierzu wird, wie oben schon erwähnt nur das Messing Rohr gebraucht. Zuerst biegt man ein eckiges U mit den unten angegeben Maßen. Hier kann man natürlich auch variieren. Die 7 mm sollten schon so entsprechen doch die Höhe kann beliebig je nach "Belastung" des Korbs (Vorsignal, Zusatzanzeiger) vergrößert oder auch verringert werden. Jedoch sieht es optisch schöner aus, wenn dann alle Signalkörbe, die an einer Signalbrücke befestigt sind die gleichen Maße haben. Und natürlich sollte der Korb auch nicht so groß sein, dass er fast auf dem Boden aufsetzt. Hier sollten bis zum Boden nach Möglichkeit noch 4-6 cm Platz sein.

 

 

Ist der Korb gelungen, muss eine Kopie angefertigt werden. Das heißt: Das selbe noch mal!

 

Nun kann man die beiden Korbhälften mit dem selben Messingdraht verbinden. Das heißt entlang des U's wird senkrecht ein 1 cm langer Messingdraht gelötet, der die beiden Körbe miteinander verbindet. Man kann so ungefähr mit 10-14 Drahtstücken rechnen. Wie man das jetzt verbindet bleibt dem Bastler überlassen. Man kann hier Fachwerkbauweise machen, also Kupferstreben, oder wem ein Kupfernetz besser gefällt kann es auch damit machen. Ich glaube die Bahn ist da auch sehr flexibel.

 

Die Leiter

 

Zwei Kupferstäbe werden parallel in Abstand 10 mm gelegt (äußeres Maß). Darauf werden im Abstand von ca. 1 - 1,5 cm runde U's gelötet. Wer den Märklin Lokschuppen für E-Loks hat, kann sich daran orientieren, habe die Leiter nämlich kopiert. Dann noch die Stufen wieder aus Messingdraht. Man kann natürlich auch eine ganz andere Treppe bauen, wenn man will.

 

Zusammenbau der einzelnen Komponenten

 

Aus dem vierkant Messing wird die Säule entstehen. Man muss sie lediglich auf 9 cm kürzen.

Aus dem flachen Profil wird der Ausleger. Wie groß der ist, hängt von der Spannweite des Signals ab. Diese beiden Teile werden nun verlötet.

An den Ausleger wird der Signalkorb angelötet.

Die Leiter kommt an das vierkant Profil.

Aus dem 1 mm Kupferdraht setzt man im Abstand von ca. 1,5 cm 1 cm hohe Säulen auf den Ausleger. Mit dem Kupferdraht verbindet man die Säulen. Dadurch hat man ein perfektes Geländer.

 

Nun aber mal zwei Bilder, denn Bilder sagen ja mehr als tausend Worte...

 

 

 

Nun ist die Signalbrücke fertig, es fehlt nur noch das Signal ;-) Bei mir kommt ein Ausfahrsignal hin, das ich mit weißen LEDs für das Sperrsignal ausgerüstet habe. Die Kabel wurden durch den Mast gezogen. Hinweis: Als gemeinsamen Pluspol kann man die gesamte Signalbrücke nehmen. Solange nicht in der Nähe verdächtige Kabel liegen, die womöglich nicht isoliert sind, passt des wunderbar. Und Farbe darf hier natürlich auch nicht fehlen. Nur das Geländer kann man schlecht anmalen, hat dann halt einen leichten Goldtouch.