Pikos BR 118 - große Lok für kleines Geld

Erster Eindruck

Die BR 118 war die größte in der DDR gebaute Diesellok, daher der Titel "große Lok". Piko legte zuerst das Grundmodell in Standardlackierung auf, danach die Privatbahnversion, wie sie zur Zeit vom Dresdner Eisenbahnunternehmen "ITL" eingesetzt wird. Das nachgebildete Modell mit der Nummer 118 002 ist die ehemalige 118 052 der DR, eine von drei Zuglokomotiven des ehemaligen DDR-Regierungszuges.

Die Lok gehört zur Expert Serie, also etwas besser als die Hobby Serie von Piko. Daher kostet das Modell UVP auch 75 € in Gleichstrom und 90 € in der Wechselstromversion. Dies ist für die gebotene Leistung ein wirklich guter Preis, wie nachfolgender Bericht erörtern soll.

Die Lok kommt in der üblichen Piko Verpackung mit Klarsichteinsatz. Dort ist die Lok sicher mit einer Schaumstofffolie eingepackt.

Der optische Eindruck ist wirklich sehr gut. Mir sind mit dem Vergleich zu Vorbildfotos keine Unstimmigkeiten aufgefallen.

Details

Die Bedruckungen sind alle sauber und gut leserlich. Auch die Drehgestelle sind, wenn auch in einem Guss, schön detailliert. Lediglich die beiden Indusi Magnete vermisse ich. An den Seiten ist natürlich das ITL-Logo aufgedruckt, darunter die Loknummer.

Sehr interessant: Beim Ausschwenken der Kupplung (übrigens mit Kurzkupplungsmechanik) schwenkt die Frontverkleidung mit aus. Sieht vielleicht bei Bogenfahrt nicht so toll aus, weshalb die Lok lieber in der Geraden stehen sollte, aber in der Geraden macht sich die Verkleidung sehr gut.

Außerdem hat die Kupplungsaufnahme zwei Rastereinstellungen. Man kann die Kupplung entweder wie üblich ganz oder nur bis zur ersten Einkerbung einstecken. Mit einer Distanzhülse kann die Kupplung gegen tieferes einrutschen fixiert werden (müsste selber gebaut werden).

Technik

Die Lok hat einen Allradantrieb und besitzt zwei Haftreifen, welche diagonal angebracht sind. Der Gleichstrommotor befindet sich wie üblich in der Mitte des Modells und treibt die vierachsige Lok sehr leise aber kraftvoll an. Der Motor ist durch einen Kunststoffoberbau abgedeckt, darauf findet nämlich die Hauptplatine und der Decoder platz. Die Verkabelung ist sehr übersichtlich und sauber ausgeführt. An beiden Enden sorgen LED Beleuchtungen für das Spitzen- und Schlusssignal, zum Einsatz kommen SMD LEDs in den Farben rot und warmweiß (!).

Für das obere Spitzensignal ist extra noch eine weitere LED eingebaut, um unnötige Lichtleiterkonstruktion zu vermeiden.

Dadurch ergibt sich ein richtig schön strahlendes Spitzensignal (auf dem Foto wirkt es aber viel zu hell, dies ist normal nicht der Fall)...

... und ein gut sichtbares Schlusssignal.

An der Hauptplatine in der Mitte der Lok laufen quasi alle Stränge zusammen: Die Beleuchtung, der Gleisanschluss, der Motor und die Schnittstelle nach NEM 652. Ein Decoder kann hier leicht eingesteckt werden, in der AC Version ist ein Uhlenbrock Digitaldecoder bereits eingebaut (für die bessere Sicht habe ich ihn gerade ausgestöpselt).

Fazit

Ein rundum gelungenes Lokmodell der BR 118 für wenig Geld, man kann einen Kauf wirklich nur empfehlen.

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